Warum so viele Frauen in den Wechseljahren falsch beraten werden
Nicht weil Ärztinnen und Ärzte es nicht wollen, sondern weil die Menopause historisch nie im Fokus der Medizin stand.
Warum die Menopause so lange übersehen wurde und warum Frauen heute endlich Antworten verdienen
Viele Frauen erleben die Wechseljahre wie einen inneren Ausnahmezustand. Schlafprobleme, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Brain Fog, Herzklopfen, Gelenkschmerzen, Erschöpfung, Hautveränderungen und das Gefühl, den eigenen Körper nicht mehr wiederzuerkennen. Und dann passiert etwas, das viele Frauen als besonders frustrierend empfinden: Sie suchen Hilfe und bekommen oft nur ein Schulterzucken.
„Das ist halt das Alter.“
„Da muss man durch.“
„Das ist normal.“Doch was, wenn genau diese Reaktionen das eigentliche Problem sind? Was, wenn nicht der Körper „übertreibt“, sondern unser Gesundheitssystem jahrzehntelang nicht gelernt hat, die Menopause wirklich ernst zu nehmen? Die Wahrheit ist: Die Wechseljahre sind keine Randnotiz. Sie sind eine der wichtigsten biologischen Umbruchphasen im Leben einer Frau. Und trotzdem wurden sie historisch, medizinisch und gesellschaftlich lange unterschätzt.
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Die Menopause ist kein kleines Kapitel, sie ist ein neues biologisches System
Die Menopause ist nicht einfach das Ende der Periode. Sie ist eine Phase, in der sich der gesamte Körper neu organisiert.
Hormone beeinflussen nicht nur Fortpflanzung. Sie steuern auch:
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Stoffwechsel und Fettverteilung
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Schlaf und Nervensystem
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Gehirnleistung und Konzentration
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Entzündungsprozesse im Körper
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Haut, Knochen und Muskelmasse
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Herz-Kreislauf-Gesundheit
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Stimmung und Stressregulation
Das bedeutet: Wenn sich Hormone verändern, verändert sich nicht nur ein Symptom, sondern ein komplettes biologisches Netzwerk. Viele Frauen erleben deshalb nicht „ein bisschen Hitzewallung“, sondern eine echte Umstellung von innen heraus. Und genau das ist der Punkt: Diese Phase ist zu komplex, um sie als „normal, da musst du durch“ abzutun.
Warum wurde die Menopause in der Medizin so lange unterschätzt?
Um zu verstehen, warum so viele Frauen sich heute in den Wechseljahren allein gelassen fühlen, lohnt sich ein Blick auf die Geschichte. Denn die Gynäkologie war ursprünglich keine eigenständige medizinische Disziplin. Historisch betrachtet entstand sie als Abspaltung der Chirurgie: Man spezialisierte sich innerhalb der operativen Medizin auf Eingriffe am weiblichen Körper und daraus entwickelte sich nach und nach das Fachgebiet, das wir heute als Gynäkologie kennen. Das erklärt auch, warum die Frauenmedizin lange Zeit stark eingriffslastig geprägt war und bis heute häufig dort am besten funktioniert, wo es um Diagnostik, operative Eingriffe oder akute gynäkologische Erkrankungen geht. Die Menopause passte jedoch nicht in dieses klassische Bild. Denn sie ist keine Erkrankung, die man operieren kann. Sie ist eine langfristige hormonelle Umstellungsphase, die eine präventive und ganzheitliche Begleitung erfordert und genau das war historisch nicht der Fokus.
Ein weiterer Punkt, den man verstehen muss: Frauen wurden früher gar nicht so alt
Ein Aspekt, der in der Diskussion über Wechseljahre häufig vergessen wird, ist die historische Entwicklung der Lebenserwartung. Vor rund 120 Jahren lag die durchschnittliche Lebenserwartung einer Frau in vielen Ländern bei etwa 47 Jahren. Das bedeutet: Viele Frauen erreichten die Menopause gar nicht oder verbrachten nur wenige Jahre ihres Lebens in der postmenopausalen Phase. Heute liegt die Lebenserwartung vieler Frauen bei über 80 Jahren, häufig sogar im Bereich von 85 bis 87 Jahren. Damit verbringen Frauen plötzlich mehrere Jahrzehnte ihres Lebens in einer hormonell völlig neuen Situation. Und genau hier liegt das Problem: Unser medizinisches System und auch die klassische Ausbildung der Schulmedizin haben sich über viele Jahrzehnte nicht ausreichend auf diese Realität eingestellt. Die Menopause ist heute nicht mehr ein kurzer Übergang am Ende des Lebens, sondern ein biologischer Abschnitt, der einen riesigen Einfluss darauf hat, wie gesund, leistungsfähig und stabil die nächsten 30 bis 40 Jahre verlaufen.
Warum viele Frauen sich heute nicht ausreichend beraten fühlen
Das Problem ist nicht, dass Ärztinnen und Ärzte grundsätzlich schlecht sind. Das Problem ist, dass die Menopause in der klassischen Ausbildung über Jahrzehnte nicht den Stellenwert hatte, den sie eigentlich verdient. In vielen Fällen wurde die Menopause eher am Rand behandelt, obwohl sie für die Gesundheit einer Frau ab 40 eine zentrale Rolle spielt. Das führt dazu, dass viele Frauen heute zwar Symptome haben, aber keine klare Orientierung bekommen. Sie hören dann Sätze wie:
„Ihre Blutwerte sind normal.“
„Das ist stressbedingt.“
„Das ist psychisch.“
„Da können wir nichts machen.“
Und genau das ist für viele Frauen der Moment, in dem sie anfangen, sich selbst nicht mehr zu vertrauen. Dabei ist das Gegenteil richtig: Der Körper sendet Signale. Man muss nur lernen, sie zu verstehen.
Der größte Fehler: Wechseljahre nur als Symptomphase zu betrachten
Viele Frauen denken bei Wechseljahren zuerst an Hitzewallungen. Aber in Wahrheit sind Hitzewallungen oft nur die sichtbare Spitze.
Die Menopause beeinflusst häufig:
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stille Entzündungen
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Insulinregulation und Bauchfett
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Muskelabbau und Regeneration
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Schlafqualität
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Darmgesundheit
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Stimmung und Nervensystem
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biologische Alterungsprozesse
Das bedeutet: Wechseljahre sind nicht nur eine Phase, die man überstehen muss. Sie sind eine Phase, in der sich entscheidet, wie gesund, leistungsfähig und stabil du die nächsten Jahrzehnte lebst. Und genau deshalb ist Menopause heute auch ein Longevity-Thema.
Warum sich jetzt endlich etwas verändert
Die gute Nachricht ist: Das Thema Menopause kommt endlich in Bewegung. Immer mehr Frauen wollen sich nicht mehr abspeisen lassen. Sie wollen nicht nur funktionieren, sondern verstehen. Und auch die Wissenschaft verändert sich. Heute wissen wir deutlich mehr über:
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hormonelle Schutzmechanismen
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Stoffwechselveränderungen in der Perimenopause
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Entzündungsprozesse und vorzeitige Alterung
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Prävention für Herz und Gehirn
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den Einfluss von Östrogen auf Muskel, Knochen und Nervensystem
Das führt zu einem neuen Bewusstsein:
Menopause ist nicht das Ende.
Menopause ist ein biologischer Übergang, den man aktiv gestalten kann.
Nicht mit Druck, nicht mit Angst, sondern mit Wissen.
Warum Frauen heute mehr brauchen als nur Tipps
Viele Frauen googeln sich durch die Wechseljahre. Sie probieren Supplements, Diäten, Detox-Programme, Yoga, Intervallfasten und plötzlich ist Gesundheit ein Vollzeitjob. Aber das eigentliche Problem ist oft nicht mangelnde Disziplin. Das Problem ist fehlende Orientierung. Denn wenn du nicht weißt, was in deinem Körper wirklich passiert, wirst du immer wieder Dinge ausprobieren, die vielleicht bei anderen wirken, aber nicht bei dir.
Well-Aging bedeutet nicht, möglichst viel zu machen.
Well-Aging bedeutet, die richtigen Dinge zu tun.
Und dafür braucht es Klarheit.
Glorious Menopause: Warum dieses Buch genau jetzt erscheint
Genau aus diesem Grund erscheint am 23. März das Buch Glorious Menopause. Dieses Buch ist nicht als klassischer Ratgeber gedacht, der nur Symptome aufzählt. Es ist ein moderner Blick auf die Wechseljahre als das, was sie wirklich sind: Eine Phase der Transformation. Eine Phase, in der Frauen neue Stärke entwickeln können, wenn sie verstehen, was in ihrem Körper passiert. Glorious Menopause steht für eine neue Perspektive: Weg von Scham, weg von „da musst du durch“, hin zu Selbstbestimmung, Wissen und echter Prävention.
Denn Menopause ist nicht das Ende von Weiblichkeit. Es ist der Beginn eines neuen biologischen Kapitels.
Und dieses Kapitel darf glorious sein.
Fazit: Die Menopause ist zu wichtig, um sie zu ignorieren
Wenn du dich in den Wechseljahren verändert fühlst, dann ist das nicht Einbildung. Es ist Biologie. Und wenn du das Gefühl hast, dass du nicht die richtigen Antworten bekommst, dann liegt das nicht daran, dass mit dir etwas nicht stimmt. Es liegt daran, dass dieses Thema viel zu lange nicht die Aufmerksamkeit bekommen hat, die es verdient. Doch das ändert sich gerade. Und das ist eine der besten Nachrichten für Frauengesundheit, Longevity und Well-Aging.
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