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DAS GROSSE BLUTBILD
Warum es gar nicht so groß ist.

Irrglaube
Viele Patienten berichten stolz: „Mein Hausarzt hat bei mir das große Blutbild gemacht. Da war alles normal!“
Kurze Info: das „große Blutbild“ hört sich nur groß an und ist ein häufig missverstandener Fachbegriff.
Das große Blutbild kostet gerade einmal 5 Euro und ist in Wahrheit ganz klein. Und wer bitte sagt, was normal ist?
Nur normal ist für viele Menschen, die viel Leistung bringen möchten oder müssen, längst nicht gut genug. Wer Healthy Aging anstrebt und nicht in Krankheit und Gebrechlichkeit altern möchte, der kann mit dem sog. großen Blutbild nichts anfangen. Denn zwischen hoch normal und tief normal besteht nämlich ein erheblicher Unterschied in Punkto Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.
Was nicht gemessen wird
Nehmen wir den Blutwert Magnesium, der beim großen Blutbild nicht mit dabei ist. Bei hohen Spiegeln sind Symptome wie Tinnitus, Hörsturz oder Migräne unwahrscheinlich. Bei tiefen Spiegeln werden sie wahrscheinlicher. Magnesium ist an 300 Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt! Es ist jedoch nicht Bestandteil des sog. großen Blutbildes. Magnesium ist ein wichtiger Nährstoff, der für den Aufbau von Knochen und Zähnen sowie für eine normale Nerven- und Muskelfunktion unerlässlich ist. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Aktivierung von Enzymen im Körper, die für zahlreiche biochemische Prozesse verantwortlich sind. Ohne ausreichende Mengen an Magnesium können viele Enzyme nicht richtig funktionieren und wichtige Stoffwechselvorgänge werden gestört. Magnesiummangel kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, darunter Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Verstopfung und sogar Depressionen. Aus diesem Grund ist es wichtig, sicherzustellen, dass man genügend Magnesium durch eine ausgewogene Ernährung oder bei Bedarf auch durch Nahrungsergänzungsmittel aufnimmt.
Hohe Eiweißwerte im Blut bremsen Alterungsprozesse wie Muskel- und Knochenabbau, fördern das Immunsystem und den Hormonaufbau. Bei tiefen Werten gilt das Gegenteil. Leider gehört das Eiweiß wie viele andere wichtige Leistungsparameter nicht mit zur Routine beim großen Blutbild.
Gesundheitsdiagnostik versus Überlebensdiagnostik
Um die Zusammenhänge zu verstehen, müssen wir uns anschauen, wie sich Medizin entwickelt hat im Laufe der Zeit:
Während noch um 1970 noch der Leitgedanke der Präventivmedizin präsent war und man Diagnostik betrieben hat, um Krankheiten zu verhindern bzw ernst gar nicht entstehen zu lassen, Ärzte eine Stunde Zeit hatten, um eine korrekte Anamnese zu machen, Laboruntersuchungen und Präventionsleistungen von den Kassen / Versicherungen übernommen worden sind, sieht es heute komplett anders aus:
- Krankenversicherer haben Präventionsmedizin gestrichen und durch „Managed Care“ auf ihrer Agenda ersetzt. Das Ziel hierbei ist Angebot-Nachfrage-Finanzen miteinander in Verbindung zu bringen. Der zentrale Grundsatz ist hierbei: „Mit wie wenig Geld können wir den Patienten noch am Leben erhalten.“
- Die Spezialisierung der Ärzte hat zwar zur Steigerung des Wissens in den einzelnen Disziplinen geführt, jedoch verschwand der Patient als Ganzes komplett aus dem Blickfeld. Der Hausarzt wurde finanziell geschwächt.
- Teure symptomatische Behandlungen mit maximalem Profit sind zum neuen medizinischem Standard geworden.
- Behandlungen mit natürlicher nicht invasiver Medizin sind gestrichen worden.
- Große pharmazeutische Hersteller veröffentlichen medizinische Studien in Fachzeitschriften, die sie selbst finanzieren.
- Der Einfluss auf die ärztliche Ausbildung durch die pharmazeutische Lobby hat extrem zugenommen, da Universitäten sich von den selbigen finanzieren lassen.
ABC ganzheitlicher Medizin
Viele scheinen die Meinung zu haben, ganzheitliche oder holistische Medizin sei komplex und ein Buch mit sieben Siegeln, aber das ist nicht der Fall.
Der Ansatz ist in 4 Sätzen zu erklären:
- Wie funktioniert der Körper
- Was braucht er, um perfekt zu funktionieren und sich selbst zu reparieren
- Was führt zum Ungleichgewicht
- Wie entstehen Krankheiten
Healthy Aging und Präventivmedizin beginnt bei dir:
- Wie sieht dein Lifestyle aus, gibt es gesunde Routinen deinem Alltag?
- Bist Du dir bewusst, was Du konsumierst: Was steckt in deiner Kosmetik?
- Wie schaut dein soziales Umfeld aus: Inspirierend und energiespendend oder eher toxisch und kräftezehrend?
- Womit versorgst Du deinen Körper: Steht lebendige Nahrung auf deinem Speiseplan?
- Schaust Du regelmäßig nach, wie es um deine Gesundwerte steht?
Wenn Du wissen magst, was Du für den Erhalt deiner Gesundheit & Jugend tun kannst, dann lade Dir gern hier den Vorsorge Guide für 0 €
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April 2023 // Gesundheit verstehen
© Dr.Helena Wehner